Warum benötigt eine Dokumentanalyse mehr Nutzungsbudget als eine kurze E-Mail? Und warum macht die Modellwahl einen Unterschied? Um das zu verstehen, beginnen wir mit den Grundlagen. Danach zeigen dir vier Beispiele die ungefähren Tokenmengen und Geldwerte.
Eine KI verarbeitet Text in kleinen Bausteinen. Diese Bausteine heißen Tokens. Ein Token kann ein kurzes Wort, ein Teil eines längeren Wortes oder ein Satzzeichen sein. Ein Wort ist deshalb nicht automatisch ein Token.
Stell dir Tokens als die Zähleinheit für Text vor, mit dem die KI arbeitet. Wie viele Tokens ein Satz hat, hängt vom Modell und von der Sprache ab. Darum gibt es keine feste Umrechnung von Wörtern in Tokens. OpenAI erklärt das Grundprinzip hier (Englisch).
Ein einfaches Beispiel: Liest das Modell 100 Tokens und schreibt es 50 Tokens, sind das zusammen 150 tatsächliche Tokens.
Bei Modellen mit Thinking, auch „Reasoning“ genannt, können zusätzliche Tokens für Denkschritte entstehen. Diese siehst du nicht vollständig in der fertigen Antwort. Sie kommen zum Lesen und zur sichtbaren Antwort hinzu.
Deshalb kann der kurze Auftrag „Fasse das zusammen“ viel Verarbeitung auslösen, wenn ein langer Bericht angehängt ist. Entscheidend ist der gesamte verarbeitete Inhalt, nicht nur dein letzter Satz.
Ein KI-Modell ist die KI, die deine Aufgabe bearbeitet. In Logicc findest du Modelle verschiedener Anbieter, zum Beispiel GPT, Claude und Gemini, in einer gemeinsamen Oberfläche.
Du stellst deine Frage in Logicc. Das ausgewählte Modell verarbeitet die benötigten Inhalte und erstellt die Antwort, die du wieder in Logicc liest. Du kannst ein Modell selbst auswählen oder die Auswahl SmartSelectAI überlassen. Welche Modelle dein Plan und deine Organisation freigeben, zeigt die aktuelle Modellübersicht.
Die Modelle unterscheiden sich in ihren Fähigkeiten, ihrer Geschwindigkeit und ihren Preisen. Ein sparsames Modell kann für eine einfache E-Mail ausreichen. Bei einem schwierigen Dokumentvergleich kann ein anderes Modell besser passen.
Dabei wirken zwei Dinge zusammen:
Eine Million Tokens ist in Preislisten einfach die Vergleichsgröße, ähnlich wie ein Preis pro Kilogramm. Eine einzelne Anfrage kann deutlich kleiner sein. Für den Geldbetrag zählt dann nur der entsprechende Anteil.
Dein Logicc-Abo enthält ein Nutzungsbudget für die Plattform. Unterschiedliche Modelle greifen auf dieses gemeinsame Budget zu. Wie stark eine Anfrage es beansprucht, hängt vom Modell und vom Umfang der Verarbeitung ab. Deshalb entspricht eine Nachricht keinem festen Verbrauch.
Für dieses Budget nutzt Logicc normalisierte Tokens. Das ist eine gemeinsame Einheit für den Verbrauch unterschiedlicher Modelle. Dabei zählt nicht jedes tatsächlich verarbeitete Token gleich stark. 150 tatsächliche Tokens bedeuten deshalb nicht automatisch 150 normalisierte Tokens Verbrauch. Die ungefähren Mengen je Lizenz findest du im Abschnitt zur Fair Usage Policy.
Damit du den Verbrauch besser einordnen kannst, zeigen wir zusätzlich einen API-Vergleichspreis. Die API ist eine Programmierschnittstelle, über die andere Anwendungen Logicc nutzen können. Für diese Nutzung gibt es veröffentlichte Preise je Modell und Tokenart.
Die Geldbeträge zeigen, was ein vergleichbarer Aufruf über die separat abgerechnete API kosten würde. Im normalen Plattformchat entstehen dadurch keine zusätzlichen Einzelgebühren. Zusätzlich zeigen wir grobe Prozentwerte zur Orientierung. Diese beruhen auf einer noch unbestätigten Modellrechnung, die vor den Beispielen ausdrücklich erklärt wird.
Wir nehmen jeweils einen neuen Chat und einen vollständigen Durchlauf mit dem gesamten genannten Dokumenttext an. Bilder, Websuche, weitere Werkzeuge, Wiederholungen und mögliche Vergünstigungen für wiederverwendete Inhalte sind nicht eingerechnet. Verfügbare Thinking-Einstellungen und tatsächliche Mengen können abweichen.
Alle Geldbeträge sind in Euro angegeben. Dafür verwenden wir den in der verlinkten Preisliste genannten internen Umrechnungsrichtwert. Die Rechnung bleibt: Eingabetokens ÷ 1 Mio. × Eingabepreis plus Ausgabetokens ÷ 1 Mio. × Ausgabepreis. Sehr kleine Beträge zeigen wir mit vier Nachkommastellen, damit sie nicht als 0,00 € erscheinen. Die Beispielpreise sind gerundete Richtwerte und können sich ändern.
Nur eine grobe Modellrechnung, kein gemessener Abo-Verbrauch.
Die Prozentwerte beruhen auf einer noch nicht bestätigten Umrechnung der API-Vergleichskosten auf die Monatsbudgets der jeweiligen Pläne. Ob die Plattform intern dieselbe Berechnungsgrundlage verwendet, ist noch offen. Der tatsächliche Verbrauch kann deshalb deutlich abweichen. Die Werte sind keine verbindliche Zusage und keine verlässliche Grundlage für eine bestimmte Zahl von Anfragen pro Monat.
Der Vergleich bezieht sich jeweils auf den monatlichen Budgetanteil einer einzelnen Lizenz im genannten Plan. Er zeigt weder den Anteil am aktuell verbleibenden Restbudget noch am kurzfristigen Limit. Bei mehreren Lizenzen wird das Monatsbudget gemeinsam genutzt.
Maßgeblich ist immer die Anzeige unter Einstellungen > Verbleibende Limits.
Aufgabe: „Schreibe aus diesen Stichpunkten eine freundliche E-Mail mit höchstens 150 Wörtern.“ Du lädst keine Dateien hoch.
Angenommener Umfang: 600 Tokens für Auftrag, Stichpunkte und weiteren Kontext, dazu 250 Tokens für die fertige E-Mail. Zusätzliches Thinking setzen wir hier nicht an.
Tokenrechnung: 600 Eingabe + 250 Antwort = ca. 850 tatsächliche Tokens.
| Modell | API-Vergleichspreis | Business* | Secure+* | Max* |
|---|---|---|---|---|
| Claude Haiku 4.5 | ca. 0,0020 € | ca. 0,0039 % | ca. 0,0023 % | ca. 0,0013 % |
| Claude Sonnet 5 | ca. 0,0060 € | ca. 0,012 % | ca. 0,007 % | ca. 0,0039 % |
Prozentwerte: unbestätigte Modellrechnung zum Monatsbudgetanteil einer Lizenz. Siehe den wichtigen Hinweis vor den Beispielen.
Preisrechnung (Preisquelle): Eingabetokens ÷ 1 Mio. × Eingabepreis, plus Ausgabetokens ÷ 1 Mio. × Ausgabepreis.
Was dir das zeigt: Die angenommene Tokenzahl ist gleich. Haiku hat hier ungefähr ein Drittel der API-Kosten von Sonnet, weil die Preise pro Token niedriger sind. Für einfache Formulierungen ist Haiku eine mögliche sparsame Wahl. Nenne die gewünschte Länge direkt im Auftrag.
Aufgabe: „Fasse die wichtigsten Aussagen dieses Berichts auf ungefähr einer Seite zusammen.“ Du lädst einen Bericht mit 30 Textseiten hoch.
Angenommener Umfang: 30 Seiten × 400 Wörter × 1,6 Tokens = 19.200 Dokument-Tokens. Dazu kommen 800 Tokens für Auftrag und weiteren Kontext. Das Modell liest also 20.000 Tokens und schreibt eine Zusammenfassung mit 800 Tokens. Zusätzliches Thinking setzen wir hier nicht an.
Tokenrechnung: 20.000 Eingabe + 800 Antwort = ca. 20.800 tatsächliche Tokens.
| Modell | API-Vergleichspreis | Business* | Secure+* | Max* |
|---|---|---|---|---|
| Gemini 2.5 Flash | ca. 0,0078 € | ca. 0,015 % | ca. 0,0092 % | ca. 0,0051 % |
| Claude Sonnet 5 | ca. 0,0774 € | ca. 0,15 % | ca. 0,091 % | ca. 0,051 % |
Prozentwerte: unbestätigte Modellrechnung zum Monatsbudgetanteil einer Lizenz. Siehe den wichtigen Hinweis vor den Beispielen.
Preisrechnung (Preisquelle):
Was dir das zeigt: Den größten Teil der Tokens macht der Bericht aus. Flash ist eine mögliche Wahl für eine einfache Zusammenfassung; bei schwierigen Inhalten kannst du ein stärker auf Analyse ausgerichtetes Modell vergleichen. Eine kürzere Antwort spart Ausgabetokens, verkürzt aber nicht den Bericht, den das Modell liest.
Aufgabe: „Vergleiche diese drei Angebote. Stelle Leistungen, Fristen und offene Punkte in einer Tabelle gegenüber.“ Du lädst drei Dokumente mit jeweils 20 Textseiten hoch.
Angenommener Umfang: 3 × 20 Seiten × 400 Wörter × 1,6 Tokens = 38.400 Dokument-Tokens. Mit 1.600 Tokens für Auftrag und weiteren Kontext entstehen 40.000 Eingabetokens. Die sichtbare Antwort umfasst 2.000 Tokens.
Bei Gemini Pro nehmen wir zusätzlich 2.000 Thinking-Tokens an. Für Sonnet rechnen wir hier ohne zusätzliches Thinking. Damit vergleichen wir zwei angenommene Arbeitsweisen, nicht nur zwei Preisschilder.
Tokenrechnung:
| Modell | API-Vergleichspreis | Business* | Secure+* | Max* |
|---|---|---|---|---|
| Gemini 2.5 Pro | ca. 0,0880 € | ca. 0,17 % | ca. 0,1 % | ca. 0,058 % |
| Claude Sonnet 5 | ca. 0,1613 € | ca. 0,32 % | ca. 0,19 % | ca. 0,11 % |
Prozentwerte: unbestätigte Modellrechnung zum Monatsbudgetanteil einer Lizenz. Siehe den wichtigen Hinweis vor den Beispielen.
Preisrechnung (Preisquelle): Bei Pro werden die 2.000 Tokens der sichtbaren Antwort und die 2.000 Thinking-Tokens zusammen als 4.000 Ausgabetokens berechnet.
Was dir das zeigt: Pro verarbeitet in diesem Beispiel mehr Tokens und hat trotzdem geringere API-Vergleichskosten. Die Preise unterscheiden sich. Für die Modellwahl zählt zusätzlich, ob der Vergleich vollständig und brauchbar ist. Gib die Vergleichskriterien vor und hänge nur die benötigten Unterlagen an.
Aufgabe: „Prüfe diesen Projektplan: Können wir mit den verfügbaren Personen alle Fristen einhalten? Vergleiche einen pünktlichen Start mit weniger Funktionen und einen späteren Start mit allen Funktionen.“ Du lädst einen Plan mit fünf Textseiten hoch.
Angenommener Umfang: 5 Seiten × 400 Wörter × 1,6 Tokens = 3.200 Dokument-Tokens. Mit 800 Tokens für Auftrag und weiteren Kontext sind das 4.000 Eingabetokens. Die sichtbare Antwort umfasst in beiden Szenarien 1.000 Tokens.
Wir rechnen einmal mit 2.000 und einmal mit 10.000 zusätzlichen Thinking-Tokens. Das sind zwei Beispielannahmen, keine typische oder garantierte Verbrauchsspanne.
Tokenrechnung:
| Modell | API-Vergleichspreis | Business* | Secure+* | Max* |
|---|---|---|---|---|
| Gemini 2.5 Pro, 2.000 Thinking-Tokens | ca. 0,0342 € | ca. 0,067 % | ca. 0,04 % | ca. 0,022 % |
| Gemini 2.5 Pro, 10.000 Thinking-Tokens | ca. 0,1124 € | ca. 0,22 % | ca. 0,13 % | ca. 0,073 % |
| Claude Sonnet 5, 2.000 Thinking-Tokens | ca. 0,0613 € | ca. 0,12 % | ca. 0,072 % | ca. 0,04 % |
| Claude Sonnet 5, 10.000 Thinking-Tokens | ca. 0,1903 € | ca. 0,37 % | ca. 0,22 % | ca. 0,12 % |
Prozentwerte: unbestätigte Modellrechnung zum Monatsbudgetanteil einer Lizenz. Siehe den wichtigen Hinweis vor den Beispielen.
Preisrechnung (Preisquelle): Die sichtbare Antwort und Thinking ergeben zusammen 3.000 beziehungsweise 11.000 Ausgabetokens.
Was dir das zeigt: Eine gleich lange sichtbare Antwort kann deutlich mehr verbrauchen, wenn das Modell zusätzliche Denkschritte ausführt. Thinking kann bei schwierigen Abwägungen hilfreich sein. Für reine Umformulierungen ist dieser zusätzliche Aufwand oft nicht nötig.
Die Fair Usage Policy regelt die Nutzung im Abo. Das monatliche Budget wird in deiner Organisation gemeinsam genutzt. Jeder gebuchte und abgerechnete Zugang, also jede Lizenz, trägt zum Gesamtbudget bei. Einzelne Personen können mehr nutzen, andere weniger. Die Zahl der gerade eingeloggten Personen verändert das Budget nicht.
Zur Orientierung gelten ungefähr diese monatlichen Mengen:
Die Angaben sind gerundete Richtwerte und können sich ändern. Dein aktuelles Restbudget siehst du unter Einstellungen > Verbleibende Limits. Mehr Lizenzen erhöhen das gemeinsame Monatsbudget. Dieselbe Anfrage verbraucht dadurch nicht weniger.
Aus diesen Mengen ergibt sich keine feste Zahl von Nachrichten oder Dokumenten. Die tatsächlichen Tokenmengen und Eurobeträge aus den Beispielen lassen sich nicht direkt vom normalisierten Monatsbudget abziehen. Die ergänzten Prozentwerte gelten ausschließlich unter der dort genannten, noch unbestätigten Umrechnungsannahme.
Beide Grenzen gelten gleichzeitig:
Wann die jeweilige Begrenzung endet, zeigt Logicc an. Ein neues kurzfristiges Zeitfenster füllt das Monatsbudget nicht wieder auf. Ein neuer Chat oder ein Modellwechsel stellt bereits verbrauchtes Budget ebenfalls nicht wieder her.
Zum Verbrauch zählen auch verarbeitete Dokumente, benötigter Chatverlauf, Antworten und gegebenenfalls Thinking. Außerdem nutzt deine Organisation das monatliche Budget gemeinsam. Auch die Anfragen deiner Kolleginnen und Kollegen können den Reststand verändern.
Das lässt sich nicht pauschal sagen. Entscheidend ist, welche Inhalte für die jeweilige Anfrage an das Modell übergeben werden. Die Anzahl oder Dateigröße allein verrät deshalb nicht den Tokenverbrauch. Unsere Beispiele nehmen ausdrücklich an, dass der gesamte genannte Dokumenttext einmal verarbeitet wird.
Unter Einstellungen > Verbleibende Limits steht, wie viel noch verfügbar ist. „80 % verbleibend“ heißt beispielsweise: 80 % sind noch da, 20 % wurden bereits verbraucht. Prüfe, ob die Meldung das Monatslimit oder das kurzfristige Limit betrifft, und beachte die angezeigte Rücksetzzeit.
Wenn dir eine Meldung unklar ist oder ihr regelmäßig mehr Kapazität benötigt, hilft [email protected]. Nenne am besten Organisation, Zeitpunkt, Modell und den Wortlaut der Meldung. Eine Schätzung durch die KI ersetzt die Limitanzeige nicht.
Nein. Die Beispiele zeigen einen Geldwert zur Einordnung des Rechenaufwands. Die beschriebene Plattformnutzung läuft über das Nutzungsbudget deines Abos. Für die separat genutzte Logicc API gelten eigene Budgets und Abrechnungsregeln.
Ein Modell kann nur eine begrenzte Menge an Informationen auf einmal bearbeiten. Diese Grenze heißt Kontextfenster. Sie betrifft den Umfang einer einzelnen Verarbeitung. Das Monatsbudget begrenzt dagegen die gesamte Nutzung über einen Zeitraum. Bei zu umfangreichem Kontext helfen ein neuer Chat mit den wichtigsten Informationen oder kleinere, klar abgegrenzte Aufgaben.