Eine kurze E-Mail, ein langer Bericht oder ein schwieriger Dokumentvergleich: Solche Aufgaben beanspruchen dein Logicc-Nutzungsbudget unterschiedlich. Hier erfährst du, warum das so ist und wie du Modell und Anfrage passend zur Aufgabe wählst.
Hier findest du die Grundlagen zu Tokens, Modellwahl und Nutzungslimits. Konkrete Rechnungen findest du im eigenen Artikel Praxisbeispiele: Tokens und Verbrauch.
Eine KI verarbeitet Text in kleinen Bausteinen. Diese Bausteine heißen Tokens. Ein Token kann ein kurzes Wort, ein Teil eines längeren Wortes oder ein Satzzeichen sein. Ein Wort ist deshalb nicht automatisch ein Token.
Stell dir Tokens als die Zähleinheit für Text vor, mit dem die KI arbeitet. Wie viele Tokens ein Satz hat, hängt vom Modell und von der Sprache ab. Darum gibt es keine feste Umrechnung von Wörtern in Tokens. OpenAI erklärt das Grundprinzip hier (Englisch).
Ein einfaches Beispiel ohne zusätzliche Denkschritte: Liest das Modell 100 Tokens und schreibt es 50 Tokens, sind das zusammen 150 tatsächliche Tokens.
Bei Modellen mit Thinking, auch „Reasoning“ genannt, können zusätzliche Tokens für Denkschritte entstehen. Diese siehst du nicht vollständig in der fertigen Antwort. Sie kommen zum Lesen und zur sichtbaren Antwort hinzu.
Deshalb kann der kurze Auftrag „Fasse das zusammen“ viel Verarbeitung auslösen, wenn ein langer Bericht angehängt ist. Entscheidend ist der gesamte verarbeitete Inhalt, nicht nur dein letzter Satz.
Ein KI-Modell ist die KI, die deine Aufgabe bearbeitet. In Logicc findest du Modelle verschiedener Anbieter, zum Beispiel GPT, Claude und Gemini, in einer gemeinsamen Oberfläche.
Du stellst deine Frage in Logicc. Das ausgewählte Modell verarbeitet die benötigten Inhalte und erstellt die Antwort, die du wieder in Logicc liest. Du kannst ein Modell selbst auswählen oder die Auswahl SmartSelectAI überlassen. Welche Modelle dein Plan und deine Organisation freigeben, zeigt die aktuelle Modellübersicht.
Die Modelle unterscheiden sich in ihren Fähigkeiten, ihrer Geschwindigkeit und ihren Preisen. Ein sparsames Modell kann für eine einfache E-Mail ausreichen. Bei einem schwierigen Dokumentvergleich kann ein anderes Modell besser passen.
Dabei wirken zwei Dinge zusammen:
Eine Million Tokens ist in Preislisten einfach die Vergleichsgröße, ähnlich wie ein Preis pro Kilogramm. Eine einzelne Anfrage kann deutlich kleiner sein. Für den Geldbetrag zählt dann nur der entsprechende Anteil.
Dein Logicc-Abo enthält ein Nutzungsbudget für die Plattform. Alle genutzten Modelle greifen darauf zu. Wie stark eine Anfrage das Budget beansprucht, hängt vom Modell und von den verarbeiteten Inhalten ab. Eine Nachricht entspricht deshalb keinem festen Verbrauch.
Die Fair Usage Policy regelt diese Nutzung. Sie soll eine faire Verfügbarkeit für alle Kunden unterstützen und besonders intensive Nutzung in kurzer Zeit begrenzen.
Das monatliche Budget wird in deiner Organisation gemeinsam genutzt. Der gebuchte Plan, Business, Secure+ oder Max, und die Zahl der abgerechneten Lizenzen bestimmen seine Größe. Eine Lizenz ist ein gebuchter Zugang zu Logicc.
Jede abgerechnete Lizenz trägt zum Gesamtbudget bei. Einzelne Personen können mehr nutzen, andere weniger. Die Zahl der gerade eingeloggten Personen verändert das Budget nicht. Mehr Lizenzen vergrößern das gemeinsame Budget; der Aufwand einer einzelnen Anfrage bleibt gleich.
Eine feste Zahl von Nachrichten oder Dokumenten lässt sich daraus nicht ableiten. Dein aktuelles Restbudget siehst du unter Einstellungen > Verbleibende Limits.
Beide Grenzen gelten gleichzeitig:
Wann die jeweilige Begrenzung endet, zeigt Logicc an. Ein neues kurzfristiges Zeitfenster füllt das Monatsbudget nicht wieder auf. Ein neuer Chat oder ein Modellwechsel stellt bereits verbrauchtes Budget ebenfalls nicht wieder her.
Wie wirkt sich das bei einer konkreten Aufgabe aus? In unseren vier Praxisbeispielen rechnen wir eine kurze E-Mail, einen langen Bericht, einen Dokumentvergleich und eine Aufgabe mit Thinking durch. Du siehst die angenommene Tokenmenge, den Eurovergleich und eine ausdrücklich vorläufige Budgetschätzung.
Zum Verbrauch zählen auch verarbeitete Dokumente, benötigter Chatverlauf, Antworten und gegebenenfalls Thinking. Außerdem nutzt deine Organisation das monatliche Budget gemeinsam. Auch die Anfragen deiner Kolleginnen und Kollegen können den Reststand verändern.
Damit eine Rückfrage verständlich bleibt, können frühere Nachrichten und Antworten erneut als Eingabe mitgeschickt werden. „Und was heißt das für uns?“ kann deshalb mehr Text verarbeiten lassen, als die kurze Frage vermuten lässt. Für ein neues Thema hilft ein neuer Chat mit den dafür wichtigen Informationen. Das senkt gegebenenfalls den Umfang künftiger Anfragen, gibt aber kein verbrauchtes Budget zurück.
Das lässt sich nicht pauschal sagen. Entscheidend ist, welche Inhalte für die jeweilige Anfrage an das Modell übergeben werden. Die Anzahl oder Dateigröße allein verrät deshalb nicht den Tokenverbrauch. In den Praxisbeispielen nehmen wir ausdrücklich an, dass der gesamte genannte Dokumenttext einmal verarbeitet wird.
Unter Einstellungen > Verbleibende Limits steht, wie viel noch verfügbar ist. „80 % verbleibend“ heißt beispielsweise: 80 % sind noch da, 20 % wurden bereits verbraucht. Prüfe, ob die Meldung das Monatslimit oder das kurzfristige Limit betrifft, und beachte die angezeigte Rücksetzzeit.
Wenn dir eine Meldung unklar ist oder ihr regelmäßig mehr Kapazität benötigt, hilft [email protected]. Nenne am besten Organisation, Zeitpunkt, Modell und den Wortlaut der Meldung. Eine Schätzung durch die KI ersetzt die Limitanzeige nicht.
Ein Modell kann nur eine begrenzte Menge an Informationen auf einmal bearbeiten. Diese Grenze heißt Kontextfenster. Sie betrifft den Umfang einer einzelnen Verarbeitung. Das Monatsbudget begrenzt dagegen die gesamte Nutzung über einen Zeitraum. Bei zu umfangreichem Kontext helfen ein neuer Chat mit den wichtigsten Informationen oder kleinere, klar abgegrenzte Aufgaben.