Eine kurze E-Mail, ein langer Bericht oder ein schwieriger Dokumentvergleich: Solche Aufgaben beanspruchen dein Logicc-Nutzungsbudget unterschiedlich. Hier erfährst du, warum das so ist und wie du Modell und Anfrage passend zur Aufgabe wählst.
Hier findest du die Grundlagen zu Tokens, Modellwahl und Nutzungslimits. Konkrete Rechnungen findest du im eigenen Artikel Praxisbeispiele: Tokens und Verbrauch.
1. Was sind Tokens?
Eine KI verarbeitet Text in kleinen Bausteinen. Diese Bausteine heißen Tokens. Ein Token kann ein kurzes Wort, ein Teil eines längeren Wortes oder ein Satzzeichen sein. Ein Wort ist deshalb nicht automatisch ein Token.
Stell dir Tokens als die Zähleinheit für Text vor, mit dem die KI arbeitet. Wie viele Tokens ein Satz hat, hängt vom Modell und von der Sprache ab. Darum gibt es keine feste Umrechnung von Wörtern in Tokens. OpenAI erklärt das Grundprinzip hier (Englisch).
Was zählt bei einer Anfrage mit?
- Was die KI liest: dein Auftrag, benötigte Dokumentinhalte, relevanter Chatverlauf und zusätzliche Anweisungen der Plattform. Das sind die Eingabetokens, auch „Input“ genannt.
- Was die KI schreibt: zum Beispiel deine E-Mail oder Zusammenfassung. Das sind die Ausgabetokens, auch „Output“ genannt.
Ein einfaches Beispiel ohne zusätzliche Denkschritte: Liest das Modell 100 Tokens und schreibt es 50 Tokens, sind das zusammen 150 tatsächliche Tokens.
Bei Modellen mit Thinking, auch „Reasoning“ genannt, können zusätzliche Tokens für Denkschritte entstehen. Diese siehst du nicht vollständig in der fertigen Antwort. Sie kommen zum Lesen und zur sichtbaren Antwort hinzu.
Deshalb kann der kurze Auftrag „Fasse das zusammen“ viel Verarbeitung auslösen, wenn ein langer Bericht angehängt ist. Entscheidend ist der gesamte verarbeitete Inhalt, nicht nur dein letzter Satz.
2. Wie bringt Logicc verschiedene KI-Modelle zusammen?
Ein KI-Modell ist die KI, die deine Aufgabe bearbeitet. In Logicc findest du Modelle verschiedener Anbieter, zum Beispiel GPT, Claude und Gemini, in einer gemeinsamen Oberfläche.
Du stellst deine Frage in Logicc. Das ausgewählte Modell verarbeitet die benötigten Inhalte und erstellt die Antwort, die du wieder in Logicc liest. Du kannst ein Modell selbst auswählen oder die Auswahl SmartSelectAI überlassen. Welche Modelle dein Plan und deine Organisation freigeben, zeigt die aktuelle Modellübersicht.
Warum verbrauchen Modelle unterschiedlich viel?
Die Modelle unterscheiden sich in ihren Fähigkeiten, ihrer Geschwindigkeit und ihren Preisen. Ein sparsames Modell kann für eine einfache E-Mail ausreichen. Bei einem schwierigen Dokumentvergleich kann ein anderes Modell besser passen.
Dabei wirken zwei Dinge zusammen:
- Die verarbeitete Menge: Ein Modell kann denselben Text anders in Tokens aufteilen, ausführlicher antworten oder zusätzliche Denkschritte ausführen.
- Der Preis pro Token: Dieselbe angenommene Tokenmenge kann je nach Modell unterschiedlich viel kosten. Auch Eingabe und Ausgabe haben eigene Preise.
Eine Million Tokens ist in Preislisten einfach die Vergleichsgröße, ähnlich wie ein Preis pro Kilogramm. Eine einzelne Anfrage kann deutlich kleiner sein. Für den Geldbetrag zählt dann nur der entsprechende Anteil.
3. Dein Nutzungsbudget und die Fair Usage Policy
Dein Logicc-Abo enthält ein Nutzungsbudget für die Plattform. Alle genutzten Modelle greifen darauf zu. Wie stark eine Anfrage das Budget beansprucht, hängt vom Modell und von den verarbeiteten Inhalten ab. Eine Nachricht entspricht deshalb keinem festen Verbrauch.
Die Fair Usage Policy regelt diese Nutzung. Sie soll eine faire Verfügbarkeit für alle Kunden unterstützen und besonders intensive Nutzung in kurzer Zeit begrenzen.
Ein gemeinsames Budget für dein Team
Das monatliche Budget wird in deiner Organisation gemeinsam genutzt. Der gebuchte Plan, Business, Secure+ oder Max, und die Zahl der abgerechneten Lizenzen bestimmen seine Größe. Eine Lizenz ist ein gebuchter Zugang zu Logicc.
Jede abgerechnete Lizenz trägt zum Gesamtbudget bei. Einzelne Personen können mehr nutzen, andere weniger. Die Zahl der gerade eingeloggten Personen verändert das Budget nicht. Mehr Lizenzen vergrößern das gemeinsame Budget; der Aufwand einer einzelnen Anfrage bleibt gleich.
Eine feste Zahl von Nachrichten oder Dokumenten lässt sich daraus nicht ableiten. Dein aktuelles Restbudget siehst du, wenn du auf das Zahnrad neben deinem Namen klickst: Unter Nutzung steht, wie viel noch übrig ist.
Zwei Grenzen: der Monat und das 5-Stunden-Fenster
Beide Grenzen gelten gleichzeitig:
- Das Monatslimit begrenzt die gesamte Nutzung innerhalb des monatlichen Zeitraums deines Abos. Es wird am Ende dieses Zeitraums zurückgesetzt, nicht automatisch am ersten Tag eines Kalendermonats. Bei 0 % sind keine Eingaben mehr möglich, bis das Budget zurückgesetzt wird.
- Das 5-Stunden-Limit begrenzt besonders intensive Nutzung in kurzer Zeit. Wird es erreicht, wird die Nutzung vorübergehend eingeschränkt, auch wenn noch Monatsbudget übrig ist.
Wann die jeweilige Begrenzung endet, zeigt Logicc an. Ein neues kurzfristiges Zeitfenster füllt das Monatsbudget nicht wieder auf. Ein neuer Chat oder ein Modellwechsel stellt bereits verbrauchtes Budget ebenfalls nicht wieder her.
4. Praxisbeispiele
Wie wirkt sich das bei einer konkreten Aufgabe aus? In unseren vier Praxisbeispielen rechnen wir eine kurze E-Mail, einen langen Bericht, einen Dokumentvergleich und eine Aufgabe mit Thinking durch. Du siehst die angenommene Tokenmenge, den Eurovergleich und eine ausdrücklich vorläufige Budgetschätzung.
5. Häufige Fragen
Warum sinkt mein Restbudget, obwohl ich wenig geschrieben habe?
Zum Verbrauch zählen auch verarbeitete Dokumente, benötigter Chatverlauf, Antworten und gegebenenfalls Thinking. Außerdem nutzt deine Organisation das monatliche Budget gemeinsam. Auch die Anfragen deiner Kolleginnen und Kollegen können den Reststand verändern. Besonders die Texterkennung per OCR, etwa bei Scans oder Bildern, kann den Verbrauch deutlich erhöhen.
Warum können lange Chats mehr verbrauchen?
Damit eine Rückfrage verständlich bleibt, können frühere Nachrichten und Antworten erneut als Eingabe mitgeschickt werden. „Und was heißt das für uns?“ kann deshalb mehr Text verarbeiten lassen, als die kurze Frage vermuten lässt. Für ein neues Thema hilft ein neuer Chat mit den dafür wichtigen Informationen. Das senkt gegebenenfalls den Umfang künftiger Anfragen, gibt aber kein verbrauchtes Budget zurück.
Wird eine hochgeladene Datei bei jeder Anfrage vollständig gelesen?
Das lässt sich nicht pauschal sagen. Entscheidend ist, welche Inhalte für die jeweilige Anfrage an das Modell übergeben werden. Die Anzahl oder Dateigröße allein verrät deshalb nicht den Tokenverbrauch. In den Praxisbeispielen nehmen wir ausdrücklich an, dass der gesamte genannte Dokumenttext einmal verarbeitet wird.
Wie lese ich die Anzeige richtig, und was tue ich bei einem Limit?
Klicke auf das Zahnrad neben deinem Namen. Unter Nutzung steht, wie viel noch verfügbar ist. „80 % übrig“ heißt beispielsweise: 80 % sind noch da, 20 % wurden bereits verbraucht. Prüfe, ob die Meldung das Monatslimit oder das kurzfristige Limit betrifft, und beachte die angezeigte Rücksetzzeit.
Wenn ihr mehr Kapazität benötigt, kann ein Admin eurer Organisation zusätzliche Credits buchen. Wie das geht, steht unten im Abschnitt „Zusätzliche Credits selbst buchen“. Ist dir eine Meldung unklar, hilft [email protected]. Nenne am besten Organisation, Zeitpunkt, Modell und den Wortlaut der Meldung. Eine Schätzung durch die KI ersetzt die Nutzungsanzeige nicht.
Warum kann ein Chat zu lang sein, obwohl noch Monatsbudget übrig ist?
Ein Modell kann nur eine begrenzte Menge an Informationen auf einmal bearbeiten. Diese Grenze heißt Kontextfenster. Sie betrifft den Umfang einer einzelnen Verarbeitung. Das Monatsbudget begrenzt dagegen die gesamte Nutzung über einen Zeitraum. Bei zu umfangreichem Kontext helfen ein neuer Chat mit den wichtigsten Informationen oder kleinere, klar abgegrenzte Aufgaben.
Zusätzliche Credits selbst buchen
Zusätzliche Credits bucht ein Admin deiner Organisation direkt in Logicc. Wenn du selbst kein Admin bist, wende dich an einen Admin deiner Organisation.
- Klicke auf das Zahnrad neben deinem Namen und wähle Organisationseinstellungen.
- Öffne links den Bereich Pläne erkunden.
- Wähle unter dem gewünschten Tarif im Auswahlfeld Keine zusätzlichen Credits die passende Credit-Stufe aus.
- Bestätige über den Button unter dem Tarif und folge den angezeigten Buchungsschritten.
Auf derselben Seite kannst du die Tarife und Upgrade-Möglichkeiten vergleichen.
Die angezeigten Aufpreise für zusätzliche Credits gelten pro Nutzer und Monat, zuzüglich Umsatzsteuer. Größere Credit-Stufen sind pro Credit günstiger, den Rabatt siehst du direkt in der Auswahl. Prüfe vor der Bestätigung den angezeigten Abrechnungszeitraum und Gesamtpreis.
Aus zusätzlichen Credits ergibt sich keine feste Zahl von Nachrichten oder Dokumenten. Modellwahl, verarbeitete Inhalte, Antwortlänge und benötigter Chatverlauf beeinflussen den Verbrauch. Eine kurze Textanfrage ist deshalb nicht mit einer umfangreichen Dokumentanalyse gleichzusetzen.
Diese Anleitung betrifft Plattform-Credits. Für API-Guthaben gelten eigene Regeln. Wenn du bereits eine manuelle Aufladung beauftragt oder bezahlt hast, kläre deren Stand vor einer weiteren Buchung mit dem Support.
