Für eine Antwort verarbeitet das KI-Modell deine Frage und die Informationen, die es dafür braucht. Danach erstellt es die Antwort. Beides verbraucht einen Teil deines Nutzungsbudgets.
Die Länge deiner letzten Nachricht zeigt deshalb nur einen Teil des Aufwands. „Fasse diesen Bericht zusammen“ ist kurz. Das Modell muss dafür trotzdem den benötigten Inhalt des Berichts verarbeiten.
Die verfügbaren Mengen stehen in der Fair Usage Policy. Wie sich typische Aufgaben unterscheiden, zeigen unsere vier Praxisbeispiele.
Was ist ein Token?
KI-Modelle zerlegen Text in kleine Einheiten. Diese heißen Tokens. Ein Token kann zum Beispiel ein Wortteil, ein kurzes Wort oder ein Satzzeichen sein. Ein Wort ist also nicht immer genau ein Token.
Wie viele Tokens ein Text enthält, hängt unter anderem von Sprache und Modell ab. Eine feste Umrechnung von Seiten in Tokens gibt es nicht: Eine Seite mit wenigen Stichpunkten enthält weniger Text als eine dicht beschriebene Seite.
Warum gibt es tatsächliche und normalisierte Tokens?
Die beiden Zahlen beantworten unterschiedliche Fragen:
| Begriff | Einfach erklärt |
|---|---|
| Tatsächliche Tokens | Wie viele Einheiten hat das Modell verarbeitet oder erzeugt? |
| Normalisierte Tokens | Wie viel wird dafür vom Logicc-Nutzungsbudget abgezogen? |
Bei den tatsächlichen Tokens unterscheiden wir Eingabe und Ausgabe. Zur Eingabe gehören deine Anweisung und weitere benötigte Inhalte. Die Ausgabe ist das, was das Modell erzeugt, vor allem die Antwort.
Beispiel: Ein Modell verarbeitet 1.000 Eingabetokens und erzeugt 300 Antworttokens. Das sind die Mengen dieses Beispiels. Daraus folgt noch nicht, dass genau 1.300 Einheiten deines Nutzungsbudgets verbraucht werden.
Für das Budget rechnet Logicc diese Mengen in normalisierte Tokens um. Dabei können je nach Modell unterschiedliche Faktoren gelten. Auch Eingabe und Ausgabe können verschieden gewichtet werden.
Darum kann dieselbe Textmenge mit Modell A mehr Budget verbrauchen als mit Modell B. Die Mengen verschiedener Logicc-Pläne sind miteinander vergleichbar. Mit Tokenzahlen eines anderen Produkts kannst du sie ohne Kenntnis der Berechnung nicht direkt vergleichen.
Welchen Unterschied macht dein Plan?
Jede abgerechnete Lizenz trägt zum gemeinsamen Monatsbudget deiner Organisation bei. Zur Orientierung:
- Business: ca. 60 Mio. normalisierte Tokens je Lizenz und Monat.
- Secure+: ca. 100 Mio. normalisierte Tokens je Lizenz und Monat, rund 70 % mehr als Business.
- Max: ca. 180 Mio. normalisierte Tokens je Lizenz und Monat, etwa dreimal so viel wie Business.
Die Angaben sind gerundete Richtwerte und können sich ändern. Die Fair Usage Policy erklärt die enthaltenen Budgets und die Regeln für Teams.
Ein größeres Budget verändert nicht den Verbrauch derselben Anfrage. Bei gleicher Verarbeitung und Gewichtung bleibt er gleich. Er beansprucht nur einen kleineren Teil des größeren Budgets.
Was beeinflusst den Verbrauch?
Deine Anweisung
Eine längere Anweisung liefert mehr Eingabe. Trotzdem hilft es selten, wichtige Angaben wegzulassen. Fehlen Ziel oder gewünschtes Format, brauchst du möglicherweise mehrere Versuche.
Hilfreich: „Schreibe eine freundliche E-Mail an einen Kunden. Bestätige den Termin am Dienstag. Höchstens 150 Wörter.“ Das ist klarer als „Schreib eine E-Mail“.
Deine Dokumente
Ein langer Bericht liefert mehr Text als ein kurzer Absatz. Entscheidend ist, welche Inhalte das Modell für die Aufgabe tatsächlich erhält. Bilder, Tabellen oder gescannte Seiten können zusätzlichen Aufwand verursachen.
Hilfreich: Wenn es nur um ein Kapitel geht, stelle dieses Kapitel bereit. Für eine Zusammenfassung des ganzen Berichts braucht das Modell die dafür nötigen Inhalte. Eine kurze gewünschte Antwort macht das Verarbeiten des Berichts nicht überflüssig.
Die Antwortlänge
Fünf Kernaussagen sind meist kürzer als eine ausführliche Ausarbeitung. Auch erzeugter Text zählt zum Verbrauch und kann anders gewichtet werden als die Eingabe.
Hilfreich: Nenne die passende Form, etwa „fünf Stichpunkte“ oder „eine Tabelle mit drei Vergleichskriterien“.
Der bisherige Chat
Für „Und was gilt für Angebot B?“ braucht das Modell möglicherweise frühere Nachrichten und Dokumentinhalte erneut. Die neue Eingabe besteht dann aus mehr als diesem kurzen Satz. Es wird dabei nicht zwingend immer der gesamte Verlauf berücksichtigt.
Hilfreich: Beginne für ein unabhängiges Thema einen neuen Chat. Wenn du auf früheren Ergebnissen aufbauen möchtest, übernimm die wichtigsten Fakten in einer kurzen Zusammenfassung.
Das gewählte Modell
Für Routineaufgaben reicht häufig eine effiziente Modellvariante. Ein stärkeres Modell kann helfen, wenn mehrere Bedingungen oder schwierige Zusammenhänge geprüft werden müssen. Es kann dafür mehr Budget beanspruchen.
Hilfreich: Wähle das Modell passend zur Aufgabe. Ein höherer Verbrauch garantiert keine bessere Antwort. Ein gut passendes Modell kann aber zusätzliche Korrekturrunden ersparen. Die Modellwahlhilfe zeigt dir die Möglichkeiten.
Zusätzliche Denkschritte: Thinking
Bei manchen Aufgaben prüft das Modell mehrere Möglichkeiten, bevor es antwortet. Diese zusätzlichen Denkschritte heißen Thinking oder Reasoning. Sie erscheinen nicht vollständig im fertigen Text, können aber den Verbrauch erhöhen.
Zwei gleich lange Antworten können deshalb unterschiedlich viel Budget beanspruchen. Eine Thinking-Einstellung bedeutet keine feste zusätzliche Menge. Auch weitere Bearbeitungsschritte, etwa eine Suche, können Aufwand verursachen.
Hilfreich: Nutze stärkeres Thinking gezielt für schwierige Aufgaben. Für eine einfache Umformulierung ist es meist nicht nötig.
Häufige Fragen
Wie viele Nachrichten kann ich mit meinem Plan senden?
Es gibt keine feste Anzahl für alle Aufgaben. Eine kurze Frage und ein großer Dokumentvergleich brauchen unterschiedlich viel Verarbeitung. Beobachte die Anzeige in Logicc bei den Aufgaben, die dein Team regelmäßig erledigt.
Zählt eine hochgeladene Datei nur einmal?
Das Hochladen und die spätere Analyse sind verschiedene Vorgänge. Wenn du eine Datei erneut für eine Aufgabe nutzt, kann ihre Verarbeitung wieder Budget verbrauchen. Eine erlaubte Uploadgröße bedeutet keine unbegrenzte Analyse.
Hilft ein neuer Chat, wenn das Budget leer ist?
Ein neuer Chat stellt verbrauchtes Budget nicht wieder her. Er kann helfen, unnötigen alten Gesprächsinhalt bei neuen Aufgaben zu vermeiden.
Ein zu langer Chat ist außerdem eine andere Grenze: Das Modell kann nur eine bestimmte Menge Inhalt auf einmal berücksichtigen. Diese Grenze heißt Kontextfenster. Sie ist vom Monatsbudget unabhängig.
Kann ich die KI nach meinem genauen Verbrauch fragen?
Eine Antwort im Chat kann eine Schätzung enthalten. Sie ist keine zuverlässige Messung aller Verarbeitungsschritte. Für deinen Reststand gilt Einstellungen > Verbleibende Limits.
Sind die Dollarpreise aus der API-Preisliste zusätzliche Kosten für meine Chats?
Die API und das Plattform-Abo werden getrennt abgerechnet. Die API-Preisliste zeigt Preisunterschiede zwischen Modellen. Sie ist keine zusätzliche Einzelrechnung für Plattform-Anfragen. Ohne bestätigte gemeinsame Preisbasis ist sie auch keine direkte Umrechnungstabelle für dein Abo-Budget.
Die Praxisbeispiele zeigen, wie diese Einflussfaktoren zusammenwirken. Die Fair Usage Policy erklärt die Rücksetzung deines Budgets.
